Töpferware wie IP-Adressen
Mein Codesystem
Atelier Zeitz versteht Keramik nicht als reines Dekorationsobjekt, sondern als physische Hardware. Jedes Stück, das die Manufaktur verlässt, durchläuft einen iterativen Entwicklungsprozess – von der Bergung historischer Master-Assets aus dem Jahr 1948 über CAD-gestützte Werkzeugkonstruktion im 3D-Druck bis hin zum solargetriebenen Hochbrand.
Um diesen Prozess aus Handwerk und Engineering transparent zu machen, habe ich diese Nomenklatur entwickelt. Die Produktcodes sind keine zufälligen Lagernummern. Sie sind die auslesbare DNA jedes einzelnen Stücks und dokumentieren architektonische Klasse, Materialbeschaffenheit und Limitierung.
So ist mein System definiert:
Jedes Stück trägt einen eindeutigen Spezifikations-Code nach dem Muster:
AZ[JAHR] – [KLASSE] – [FARBE+FINISH] – [SERIENNUMMER]
AZ26
Atelier Zeitz
Produktionsjahr 2026.
KLASSE
Hier verwende ich in Anlehnung an die Biologie meist die lateinischen Begriffe
ovo = Ei
sus = Schwein
rapa= Rübe
scutum = Märkchen
gebrausch = Aschenbecher
larva = Fasnetsmaske
equuleus = Rössle
FARBE
Bezieht sich auf die sichbare Oberfläche - egal ob unglasierter Ton oder Farbe der Glasur. Hier habe ich die deutschen Codes der Elektrotechnik verwendet.
SW = Schwarz
WS = Weiß
BR = Braun
RT = Rot
OR = Orange
VL = Violet
GR = Grün
XX = noch undefiniert
FINISH
Wie sieht die Oberfläche aus oder wie fühlt sie sich an.
m = matt (glasiert)
g = glänzend (glasiert)
u = unglasiert
x = noch undefiniert
SERIENNUMMER
001, 002, . . .
Limitierte Einzelstücke
[Keine Nummer]
Standardprodukt
